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Fructose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit)

Obst gilt allgemein als gesundes Lebensmittel. Doch was ist, wenn Sie Obst nicht vertragen?

Was ist Fructose?

Fruchtzucker (Fructose) ist wie Traubenzucker (Glucose) ein Einfachzucker. Er kommt zum Beispiel in Obst, verschiedenen Gemüsesorten, Honig oder Haushaltszucker (Saccharose) vor. Haushaltszucker ist ein Mehrfachzucker, der sich aus Fruchtzucker und Traubenzucker zusammensetzt.

Ursachen und Symptome

Bei Fructose-Intoleranz ist die Aufnahme von Fruchtzucker im Dünndarm gestört. Durch die unvollständige Aufnahme gelangt der Zucker in den Dickdarm, wo er von Bakterien zu Wasserstoff, Kohlendioxid und kurzkettigen Fettsäuren abgebaut wird. Dadurch entstehen die typischen Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Ob die Symptome stark oder schwach ausfallen, hängt davon ab, wie viel Fruchtzucker aufgenommen wurde und wie ausgeprägt die Erkrankung ist. Einige Menschen reagieren schon auf kleine Mengen Fruchtzucker, während andere ihre „persönliche Dosis“ beschwerdefrei vertragen.

Diagnose

Eine Fructose-Intoleranz wird mit Hilfe eines H2-Atemtests nachgewiesen. Dabei trinkt der Patient unter ärztlicher Aufsicht eine definierte Menge Fruchtzuckerlösung. Über die Messung der Atemluft kann dann festgestellt werden, ob die typischen Darmgase nachweisbar sind, die auf eine gestörte Aufnahme von Fruchtzucker hinweisen. Um die individuell verträgliche Menge an Fruchtzucker ermitteln zu können, muss der Patient für etwa 2 bis 3 Wochen alle fruchtzuckerhaltigen Lebensmittel meiden. Ist dadurch eine Beschwerdefreiheit eingetreten, kann in einer Testphase der Verzehr fruchtzuckerhaltiger Lebensmittel schrittweise erhöht werden. Dabei wird beobachtet, ab welcher Menge Beschwerden auftreten.

Therapie

Eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit kann leider nicht mit Medikamenten behandeltwerden. Hilfe bringt einzig und allein eine je nach Art und Schweregrad der Erkrankung konsequent eingehaltene fructosearme Kost. Wichtig ist, dass dabei nicht nur auf Fructose und fructosehaltige Nahrungsmittel verzichtet wird, sondern auch auf Arzneimittel oder Infusionslösungen, die diese Zucker enthalten.

Der Zuckeralkohol Sorbit ist die Alkoholform von Fructose und sollte ebenfalls gemieden werden. Er kommt natürlicherweise vor und wird wie Fructose als Zuckeraustauschstoff insbesondere bei diätetischen Lebensmitteln eingesetzt.

Die Verträglichkeit von Fruktose verbessert sich durch die Anwesenheit von Glukose!

Grundsätzlich ist auf eine fruchtzuckerarme und sorbitfreie Kost zu achten, dennoch ist es nicht erforderlich, Fruchtzucker generell zu meiden. Bei gleichzeitiger Anwesenheit von Glukose (Traubenzucker) im Darm wird der Fruchtzucker wesentlich besser aufgenommen. Ist das Verhältnis von Glucose zu Fructose größer oder gleich 1, so ist das entsprechende Lebensmittel in der Regel verträglich.

Fructosearme Lebensmittel

  • Getreideprodukte aus gemahlenem Mehl
  • Kartoffeln
  • Milchprodukte z.B. Sauermilch, Quark, Käse
  • Gemüse: Spinat, Mangold, Chicorée, Blattsalate, Küchenkräuter, Gewürze, Avocado, Rhabarber, Champignon
  • Nüsse (außer Erdnüsse)
  • Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier
  • Wasser, Kaffee und Tee
  • Butter, Margarine, Pflanzenöle
  • Traubenzucker

Fruktosehaltige Lebensmittel

  • alle Obstsorten, Trockenfrüchte und Fruchtsäfte (Vitamindrink)
  • Artischocken, Auberginen, Brokkoli, Karotten, Kürbis, Tomaten
  • Honig
  • Früchtetee und Fruchtsaft
  • Wein